Jeden Monat wiederholt Ihr Fortpflanzungssystem ein regelmäßiges Muster von Ereignissen. Hier erfahren Sie, wie und warum Sie die Phasen Ihres Menstruationszyklus aufzeichnen sollten.
Sich verändernde Hormonspiegel im Laufe Ihres Menstruationszyklus bringen eine Vielzahl von körperlichen Veränderungen mit sich. Der Scheidenausfluss verändert sich, die Körpertemperatur schwankt, Unterleibsschmerzen und andere Schmerzen können auftreten. Mit Hilfe von über eine längere Zeit geführten Aufzeichnungen zu Ihrem Menstruationszyklus können Sie vorhersagen, wann Ihre Regelblutung einsetzen wird. Außerdem können Sie in Ihren Zykluskalender körperliche Veränderungen und mögliche prämenstruelle Symptome eintragen. Ein Zykluskalender gibt Ihnen mehr Kontrolle über Ihre Gesundheit und stellt Sie auf den einzigartigen Rhythmus Ihres Körpers ein.
Den Monatszyklus zu verfolgen ist einfach, erfordert jedoch ein wenig Sorgfalt. Achten Sie darauf, den ersten Tag Ihrer Periode zu notieren. Vermerken Sie auch das Auftreten von Unterleibsschmerzen, Schmierblutungen oder andere wichtige Symptome. Schon bald bildet sich ein Zyklusmuster heraus, anhand dessen sich ein Bezug zwischen bestimmten Symptomen und Ihrer Menstruationsfunktion herstellen lässt.
Um das Auftreten bestimmter Symptome genauer festzustellen, können Sie auch Ihre Basaltemperatur messen. Die meisten Frauenärzte haben Diagrammvordrucke, in die Sie die Temperaturveränderungen einzeichnen können. Es empfiehlt sich die Verwendung von einfach anzuwendenden Digitalthermometern. Gemessen werden die Aufwachtemperatur nach einem hinreichenden Nachtschlaf und die Temperatur kurz vor dem Aufstehen. Sie werden ein Ansteigen der Basaltemperatur feststellen, wenn es zum Eisprung gekommen ist. Die Temperaturänderung bewegt sich im Bereich 0,4 bis 0,6oC.
Kommt es zu keiner Schwangerschaft, kehrt Ihre Körpertemperatur zu ihrem präovulatorischen Niveau zurück, da Östrogen- und Progesteronspiegel sinken und Sie Ihre nächste Regel erreichen. Sind Sie jedoch schwanger, bleibt die Basaltemperatur erhöht. Ist Ihre Temperatur mehr als 16 Tage ab dem Eisprung erhöht, kann eine Schwangerschaft vorliegen.
Warum ein Zykluskalender
Bei Ihrem nächsten Frauenarztbesuch wird man Sie unter anderem fragen, wann Ihre letzte Regelblutung war. Durch das Führen eines Zykluskalenders kann Ihr Arzt besser auf Ihre Fragen antworten. Einige der Fragen, die Ihnen Ihr Frauenarzt/Ihre Frauenärztin stellen wird, finden Sie unten aufgelistet. Diese Fragen sollten Sie beim Führen Ihres Zykluskalenders berücksichtigen.
Wie viele Tage dauert Ihre Periode?
Notieren Sie sich die Tage Ihrer Periode im Kalender. Der erste Tag Ihrer Regel ist auch Tag 1 in Ihrem Monatszyklus. Wenn Sie jeden Monat Ihren Zyklus notieren, werden Sie ein Muster erkennen. Ein normaler Zyklus dauert 25 bis 35 Tage, kann aber auch länger oder kürzer sein.
Wie sieht Ihr Menstruationsfluss aus?
Wenn Sie schon längere Zeit menstruieren, wissen Sie, wie Ihr Menstruationsfluss aussehen sollte. Davon ausgehend notieren Sie die Stärke der Blutung und mögliche Veränderungen in Farbe und Konsistenz wie etwa Blutklumpen. Alle Unregelmäßigkeiten in der Dauer Ihrer Periode, der Blutungsstärke oder des Aussehens des Menstruationsflusses sollten dem Arzt/der Ärztin mitgeteilt werden.
Welche anderen Symptome machen sich während Ihres Zyklus bemerkbar?
Hier können Sie ungewöhnlichen Scheidenausfluss notieren, der während des Zyklus auftritt. Vielleicht bemerken Sie in der Zyklusmitte ein klares oder weißes Sekret - das ist ein Hinweis darauf, dass Sie im Eisprung sind. Auch diese Information ist für den Arzt/die Ärztin von Bedeutung.
Und wie immer gilt: Alles, was nicht normal erscheint, sollte sofort mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin besprochen werden.
Ein weiterer guter Grund für das Führen eines Zykluskalenders ist, dass man allgemein nicht zum Frauenarzt geht, wenn man seine Periode hat. Bestimmte Tests, wie etwa Abstriche, müssen gemacht werden, wenn Sie nicht bluten, also auch dafür ist es wichtig zu wissen, in welcher Phase des Zyklus Sie sich befinden. Die folgenden Symptome oder Veränderungen können auch wichtige Informationen für Sie selbst und Ihren Arzt/Ihre Ärztin liefern und sollten im Zykluskalender vermerkt werden:
Verlassen Sie sich nicht auf Ihr Gedächtnis. Exakte Daten und Muster helfen Ihnen und Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, eine schnelle Diagnose und damit eine wirkungsvolle Behandlung zu ermöglichen.
Viele Frauen erleben in den 35 bis 40 Jahren, die sie menstruieren, auch Phasen mit stärkeren Blutungen. Es ist verständlich, dass man sich Sorgen macht, ob solche Blutungen normal sind, welches die Ursachen sein könnten und was zu tun ist. Die nachstehenden Informationen sollen Ihnen bei der Beantwortung dieser Fragen helfen.
Wie weiß ich, ob meine Blutung stark ist?
Da die Menge des Monatsflusses und die Länge der Periode von Frau zu Frau sehr verschieden sind, lässt sich nicht ohne weiteres sagen, wann eine Blutung außergewöhnlich stark ist. Wenn Ihre Blutung jedoch länger als 7 Tage dauert, ein häufiger Binden-/Tamponwechsel (alle zwei Stunden oder kürzer) nötig ist, oder Schwallblutungen auftreten oder die Blutung Klumpen enthält, ist Ihr Menstruationsfluss wahrscheinlich stärker als normal.
Welches sind die häufigsten Ursachen für starke Blutungen?
Es gibt eine ganze Reihe möglicher Ursachen für starke Blutungen, daher sollten Sie sich ärztlichen Rat holen. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
| Beschwerden | Beschreibung | Bemerkung |
|---|---|---|
| Fibrome | Kleine, nicht bösartige oder ernste Wucherungen, die an der oder um die Gebärmutter auftreten | Vor allem bei Frauen über 30 und oftmals mit keinen weiteren Symptomen verbunden |
| Endometriose | Ein Leiden, bei dem sich die Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter ansiedelt und Unterleibsschmerzen sowie starke Regelblutungen verursacht | Hiervon sind häufig jüngere, noch kinderlose Frauen betroffen |
| von-Willebrand-Krankheit | Eine erblich bedingte Blutgerinnungsstörung | Weitere Symptome sind verstärkte Neigung zu Blutergüssen (blaue Flecken) oder häufiges Nasenbluten |
Sind starke Blutungen gefährlich?
Starke Blutungen können bei Ihnen einen Eisenmangel verursachen, durch den Sie anämisch (müde und erschöpft) werden können. Einige Ursachen für die starken Blutungen sind nicht ernsthafter Natur und erfordern trotz der Unannehmlichkeiten keine Behandlung. Andere Ursachen sind ernster zu nehmen und müssen behandelt werden. Äußerst selten stellen SEHR starke Blutungen einen medizinischen Notfall dar. Wenn Sie stark bluten und darüber beunruhigt sind, sollten Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin wenden oder direkt eine Notarztsprechstunde aufsuchen. Das Führen eines genauen Periodenkalenders, in dem Sie auch die Zahl der Binden- oder Tamponwechsel und das Auftreten von schwallartigen Blutungen vermerken, können für Ihren Arzt/Ihre Ärztin für die Diagnose Ihres Problems sehr hilfreich sein.
Ausschlussklausel: Die auf dieser Website gegebenen Ratschläge sind allgemeiner Natur und ersetzen den Besuch bei Ihrer Ärztin/Ihren Arzt nicht. Procter & Gamble haftet nicht für etwaige Konsequenzen, die aus einer Befolgung dieser Ratschläge entstehen mögen.
Unregelmäßige Monatsblutungen
Viele Frauen erleben irgendwann einmal Phasen mit einem unregelmäßigen Menstruationszyklus. Die genauen Ursachen können sehr unterschiedlich sein und sind oft ganz normal. Sie können am besten selbst einschätzen, was für Sie im Bereich des Normalen liegt. Sofern Sie plötzliche Veränderungen in der Regelmäßigkeit Ihrer Periode feststellen, sollten Sie die Symptome im Kalender vermerken und Ihren Arzt/Ihre Ärztin um Rat fragen.

